Schematherapie / Psychosoziale Gespräche 

 

Starke Veränderungen im Leben, einschneidende oder herausfordernde Situationen oder Fragen, lassen in vielen Menschen den Wunsch nach Austausch und Gespräch entstehen, um eine andere Perspektive einzunehmen.

Während unserer Gespräche ermutige ich Sie, bestimmte Lebensthemen neu zu betrachten, um bei Stagnation, noch fehlenden Lösungen oder Entscheidungen neue Blickwinkel einzunehmen. Sie können Ihre innere Haltung zu dem Thema überprüfen und modulieren, oder ganz pragmatisch neue Gewohnheiten einüben um mehr Gleichgewicht in Ihrer Lebensführung zu erreichen: Welches sind Ihre Ressourcen? Wie können Sie bestehende Kompetenzen erweitern? Wie können Sie mit verschiedenen Maßnahmen Ihre Gesundheit fördern?

Paare können gemeinsam zum Gespräch/ Coaching kommen.

Schematherapie nach Jeffrey Young (Modus-modell)

Vielleicht erleben Sie in Ihrem Alltag Situationen, in denen Sie  sich wütend, angsterfüllt oder hilflos fühlen. Sie spüren Herzrasen, einen angespannten Bauch und haben  den Eindruck, sich wie ferngesteuert zu verhalten.

Und so verstummen Sie, sagen nicht Ihre Meinung, oder gehen in Kampfposition oder verlassen Tür schlagend den Raum. Und in Ihrem Kopf rasen die Gedankenströme: „nicht gut genug“…“man mag mich nicht“…“er ist selber schuld“…“nie wird es“...

Mit der Schematherapie hat sich in den letzten Jahren ein pragmatisches, gut zu verstehendes und effektives Verfahren entwickelt, welches nicht nur über den Verstand, sondern mehr über das Erleben, die Gefühlswelt Veränderungen bewirken kann.

Sie basiert auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und erweitert sie um diverse therapeutische Vorgehensweisen, z.B. aus der Gestalttherapie und der Transaktionsanalyse.

Das Ziel ist, zu erleben und zu fühlen, in was für einem Zustand wir uns gerade befinden und dann in einem inneren Dialog gute Strategien und Handlungen zu entwickeln.

 

Wir Menschen haben zentrale Grundbedürfnisse: wir benötigen

  • sichere Bindung
  • Wertschätzung, Solidarität, Verlässlichkeit und Sicherheit
  • Autonomie, Kompetenz und Identität
  • Realistische Grenzen und Selbstregulation
  • Freiheit unsere inneren Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken
  • Spontaneität und Spiel

Werden diese Bedürfnisse in Kindheit und Jugend oft erfüllt, können wir gegenseitige, befriedigende Beziehungen aufrechterhalten, Konflikte konstruktiv lösen, Problemlösungen finden und andere Menschen adäquat wahrnehmen und deren Bedürfnisse anerkennen.

Wenn diese Grundbedürfnisse häufig ignoriert werden, versucht die „Kind-Erinnerung“ in uns die Situation zu bewältigen, die unangenehmen Gefühle nicht mehr so stark wahrzunehmen und vermeintlich wenigstens einen Teil der Bedürfnisse zu erfüllen. Es unterwirft sich, vermeidet Gefühle oder Handlungen oder überkompensiert mit Selbsterhöhung, Angriff, Lügen oder Manipulation etc.

So entwickeln sich Schemata: musterartige, typische Gewohnheiten aus Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen und Gefühlen, die das Verhalten verändern. Diese dysfunktionalen Verhaltensmuster werden durch aktuelle Belastungen aktiviert.

Die Schematherapie ist ein Konzept, in dem verschiedene Persönlichkeitsanteile übersichtlich dargestellt  und strukturiert werden. Dies verhilft den Klientinnen und Klienten dazu, Emotionen und Gefühle wahrzunehmen und zu erfassen: „Welcher Teil in mir spricht da eigentlich gerade?“ „In was für einem Modus befinde ich mich?“

Beispiel: Befinde ich mich im fordernd-kritische Elternmodus, der mir z.B. weismacht: „Du machst es nicht gut genug, streng Dich mehr an!“?  Woraufhin der aktivierte Kind-Modus verletzt, ärgerlich oder impulsiv reagiert und mit Bewältigungsmodi einen vermeintlichen Ausweg sucht: durch Unterwerfung, Vermeidung oder Überkompensation. Oder gelingt es mir- durch Übung - den gesunden Erwachsenen-Modus in mir wachzurufen, um den kindlichen Anteil zu unterstützen.

Diese Erkenntnis hilft dabei, die Persönlichkeitsanteile zu entdecken, die Hilfreichen zu stärken und die Ungünstigen in die Schranken zu weisen: also zu regulieren.

Es ist daher hilfreich maladaptive, nicht hilfreiche Schemata zu entschlüsseln, welche z.B. an bestimmten unangenehmen Emotionen und Körperempfindungen, alten Glaubenssätzen oder automatischen Gedanken erkennbar sind. Mit verschiedenen Methoden kann eine neue, sinnvolle Bedürfnisbefriedigung eingeübt werden.



 
 
 

Beispiele für Themenbereiche für Gespräche oder Schematherapie:

  • Familie, Partnerschaft, Erziehung: Pflege von Kooperation und Kommunikation
  • Das Baby ist da: wo ist der Raum für unsere Partnerschaft?
  • Organisation in der Familie: Haushalt, Aktivitäten, Wohnen und Arbeiten, Zeitmanagement
  • Aufräum- Coaching
  • Berufsleben: Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, Weiterentwicklung, Berufswechsel
  • Weiterentwicklung oder Lösung von inneren Denkmodellen: wovon können Sie sich verabschieden?
  • Emotionen und Gefühle: regulieren und ausdrücken
  • Ernährung und Gesundheit im Alltag

 

Eines der möglichen Ergebnisse der Gespräche könnte auch die Empfehlung zur Aufsuchung weiterer Fachleute sein, beispielsweise zur Einholung bestimmter Laborergebnisse bzw. ärztliche Untersuchung, Psychotherapeutische Behandlung, Physiotherapie, Berufs- oder Studienberatung etc.

 

Dauer und Häufigkeit der Gespräche:

Eine Gesprächseinheit dauert 60 Minuten. Am Ende des Gesprächs ist oft abzusehen, wieviel Anregung Sie für Ihr Thema nun noch benötigen. Für manche Themen reichen ein bis drei Gespräche aus, manchmal ist eine Serie von zehn Gesprächen in kürzeren Abständen eine gute Option, oder es zeigt sich, dass ein monatliches Treffen über einen längeren Zeitraum sinnvoll ist. Bei Paaren können evtl. Einheiten von 90 oder 120 Minuten passend sein. (110 -140€)

 

Honorar: 60 Min.             75 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

akzualisiert am 02.01.2024